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© J. Dummer

Der gestrige Tag war einer der Tage in Montréal, an dem der Regen einfach nicht aufhören wollte. Im Fall von Fanny Bloom und Dumas machte das aber nichts, denn ihr Konzert fand im Métropolis statt. Um 21 Uhr eröffnete Fanny Bloom den Abend mit einer Mischung aus ihren aktuellen Songs von PAN, älteren Songs von ihrem Album APPRENTIE GUERRIÈRE und dem neu veröffentlichten Song „Évidemment“.

Als Dumas dann kurz nach 22 Uhr auf die Bühne kam, war das Métropolis gut gefüllt und die zahlreichen Fans versammelten sich vor der Bühne oder auf den oberen Rängen des Saals, der durch seine Größe und Akustik überrascht. Mit den beiden Multiinstrumentalisten Jonathan Dauphinais und Étienne Dupuis-Cloutier rockte er die nächsten zwei Stunden die Bühne, steckte die Leute mit seinen geschmeidigen Tanzeinlagen an und war sehr auf Augenhöhe mit seinem Publikum, das seinerseits mit seiner Textsicherheit überzeugte.

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© J. Dummer

In dem weitläufigen Saal schaffte er zwischendurch eine sehr intime Stimmung, die sich mit der ganzen Kraft seiner Songs wie „La nuit“ und „Vaudou“ abwechselte. Zudem hatte Dumas gleich zu Beginn eine Überraschung parat. Während er „Compte à rebours“ performte, zauberte er aus seinen Hosentaschen Glitzerkonfetti, das er in die Luft warf. Diesen Spezialeffekt kommentierte er als „Spezialeffekt zu Zeiten der Einsparungen“. Eine weitere Überraschung, die sein Streben nach Intimität trotz der Größe des Métropolis zum Ausdruck brachte, folgte während der Zugabe, die er mit seinem Gitarristen inmitten des Publikums eröffnete. Es war ein charmantes Medley, bei dem das Publikum gefordert war und das auch zeigte, wo Dumas sich musikalische Inspiration sucht; „All night long“ von Lionel Richie wurde darin z.B. zu „Toute la nuit“ transformiert.

Doch zurück zum Konzert: Es folgten Songs wie „Une journée parfaite“, „Alors alors“, „Silence radio“ und viele mehr. „Je ne sais pas“ von seinem Album LE COUR DE JOURS, das ihm u.a. seinen Erfolg in Québec verschaffte, wurde in einer extra langen Version dargeboten, bei der sein Gitarrist seine Breakdancemoves unter Beweis stellte. „Linoléum“ und „Le bonheur“ beendeten das Konzert, das Dumas mit dem Fazit „ein perfekter Tag“ unterschrieb. Doch die Leute hatten noch nicht genug und forderten eine Zugabe. Dumas ließ sich nicht allzu lang bitten und tauchte also inmitten des Publikums auf. Im Anschluss ging es auf der Bühne weiter, wo er sich mit dem Song „Vénus“ für diesen Abend verabschiedete. Sein erstes Montréalkonzert mit seinem aktuellen Album DUMAS war ein voller Erfolg und so wie man Dumas kennt, wird es zahlreiche weitere Gelegenheiten geben, ihn live auf der Bühne zu sehen.

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